Greenwashing – wie Firmen versuchen, sich das Öko-Mäntelchen umzuhängen

By on June 3, 2011

Greenwashing, zu deutsch etwa “Grünfärberei”, ist eine nicht ganz “saubere” PR-Methoden, die darauf abziehlt, einem Unternehmen ein “grünes Mäntelchen umzuhängene, sprich ein umweltfreundliches und verantwortungsvolles Image zu verleihen.

Was sind nun die Tricks des Greenwashing?

1. Sin of Hidden Trade Off

Bei der „Sünde der versteckten Abstriche” versucht eine Firme, durch Überbetonung eines einzelnen Umweltaspekts deren andere „Umweltsünden” zu verschleiern, bspw. eine Papierfabrik, die zwar Holz aus nachhaltiger Produktion verarbeitet, dessen Fabriken jedoch unnötig viel Strom frisst.

2.    Sin of No Proof

„Sünde der Nicht-Beweisbarkeit” sind Behauptungen von Umweltverträglichkeiten, deren Wahrheitsgehalt für den Kunden kaum oder nicht nachprüfbar ist, da bspw. entsprechende Zertifikate fehlen.

3.    Sin ot Vagueness

Bei der „Sünde der Vagheit” werden gut klingende, aber unverbindlicher Begriffe verwendet, bspw. „aus natürlichen Rohstoffen”. Uran ist auch ein naturlicher Rohstoff – und trotzdem nicht gerade gesundheitsfördernd.

4.    Sin of Irrelevance

Bei der „Sünde der Bedeutungslosigkeit” werden Produkte mit Eigenschaften beworben, die in Wirklicheit keine Rolle spielen, wie beispielsweise „FCKW-frei” bei einem bestehenden Gesetz, welches die Verwendung von FCKW ohnehin verbietet.

5.    Sin of Lesser of Two Evils

Mit der „Sünde des geringeren Übels” wird die Verwendung von Stoffen bezeichnet, welche zwar weniger schädlich als vergleichbare sind, damit jedoch keinesfalls unbedenklich. Was innnerhalb der Produktkategorie wahr ist, lenkt von der Umwelt-auswirkung der Kategorie als Ganzes ab. Beispiel: Öko-Zigaretten oder der sparsame Geländewagen.

6.    Sin of Fibbering

„Geflunker” ist die Angabe von schlichtweg falschen Informationen.

7.    Sin of Worshipping false Labels

Die „Sünde der Verwendung gefälschter Zertifikate” (im Englischen kongenial als „Sin of worshipping false labels” bezeichnet) meint das Werben mit unberechtigteiweise verwendeten Umweltsiegeln.

Die gesamte Studie finden Sie unter http://sinsofgreenwashing.org/


 

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